Ein paar Dinge, die ich in der Vorbereitung gelernt habe:

Community statt Lehrbuch

Es gibt so viele Leute, die ihr Wissen teilen, unterstützen und Tutorials schreiben, dass mir Vernetzung mit pfiffigen Leuten mittlerweile wichtiger erscheint als die eine perfekte Anleitung zu finden.
Hier eine Liste, der wertvollsten Personengruppen in den ersten Wochen:

open statt closed

Für den 3DDruck habe ich mir vorgenommen, dass ich ausschließlich kostenfreie und offene Lösungen nutzen will. Sobald man anfängt, Geld für etwas auszugeben sollte das nur für die unvermeidlichen Dinge gelten, die man nicht selbst machen kann. Dies wäre bei mir der 3DDrucker und dann wohl notgedrungen der Strom für den Betrieb und das Filament, mit dem gedruckt wird.
Mein Vorsatz also: Alles muss offen und kostenfrei sein!
Konsequent bedeutet dies, dass schon die Installation von Octoprint auf dem Raspberry Pi (braucht man nicht, macht man aber wenn man auf den Drucker warten muss) ohne Windows funktionieren muss.
Nun hat ein 3DDruck, wie ich gelernt habe einen umfangreichen Workflow. Man braucht:

  1. Ein 3D-Modell
    z.B. unter CC-Lizenz von Thingiverse oder einem dieser “33 besten Webseiten für kostenlose 3D-Druckvorlagen
    und will man dieses bearbeiten oder selbst erstellen braucht man
  2. Eine 3D-Software
    entweder online im Browser z.B. bei Tinkercad oder als Software auf einem Computer z.B. FreeCAD oder als App
    oder einem anderen der “20 besten 3D-Druck-Programme
  3. Einen Slicer
    um das Modell in druckbaren Schichten an den Drucker zu schicken. z.B. Slic3r oder Cura

Viele Möglichkeiten sind zwar kostenlos, aber nicht offen und frei im Sinne von openness.
Das ermöglicht zwar eine komfortable Arbeit – erschwert jedoch die Anschlussfähigkeit, weil man sich dann immer an ein Ökosystem einer Firma bindet.
Erfahrungsgemäß sind dann entweder Bezahlmodelle nötig, Einschränkungen in den Formaten und der Kompatibilität in Kauf zu nehmen, Limitierungen auf ein Betriebssystem zu akzeptieren oder Änderungen in Nutzungsbedingungen anzuerkennen.
Ich will mir also die Mühe machen, die kostenfreien Lösungen zu testen und wo immer möglich die quelloffenen open-source Lösungen verwenden.

Es gibt viel zu tun

Sobald der Drucker da ist, wird einfach zusammengeschraubt und losgedruckt.
Dennoch gibt es schon jetzt einige Dinge, auf die ich aufmerksam geworden bin, wo ich dazulernen möchte oder was auf die Liste kommt.
Wie schon erwähnt habe ich ja keine Ahnung von Plastik, Löten und dem ganzen Gebastel und auch das Modellieren juckt im Moment überhaupt nicht.
Was macht meine Faszination am 3DDruck aus? Das Machen? Das Lernen? Oder sind es die “göttlichen Fähigkeiten”, etwas real werden zu lassen, die in der ersten Sekunden der arte-Doku “Zukunft aus dem Drucker” beschrieben werden?

Hier mal ein paar Baustellen für meine Weiterarbeit:

  • Wie ökologisch, gesund und nachhaltig sind Verarbeitung und Produktionen im 3DDruck?
    Stichworte hier: Nahrungsmittelverträglichkeit, Emissionen, Recycling
  • Welche Filamente sind geeignet und günstig und was hat es mit PLA, ABS, TPU und Holz-Filament auf sich?
  • Ist ein Laser am 3DDrucker und das Laserschneiden von Holz möglich?

 

Kategorien: Allgemein

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